Wach gerüttelt – im wahrsten Sinne des Wortes 

In letzter Zeit drehten sich meine Gedanken wieder vermehrt ums abnehmen und Sport treiben. Zwar nicht so schlimm wie damals, aber doch präsent.

Trotzdem war ich feiern und hatte endlich wieder Spaß im Leben.

Wenn ich draußen war zumindest.

Zu Hause war die Situation irgendwie beklemmend, weil da diese Abnehmgedanken vorherrschten.

Habe mir wieder Lebensmittel verboten, mich zum Sport gezwungen obwohl es mir körperlich nicht gut ging.

Die Verbote endeten nicht selten in Fressattacken (keine schlimmen) und die Gedanken zum kotzen gehen waren wieder da.

Und dann kam der gestrige Morgen..

Ich hab mich aus dem Bett gequält und sogar erst noch überlegt einfach neben dem Herzblatt liegen zu bleiben.

Aber nein, ich muss ja schnell zu Englisch.

Also raus aus dem Haus und schnell ins Auto – war ja eh schon wie immer spät dran.

Nach ca 4 Minuten war die Fahrt jedoch zu Ende.

In der Eile und im Morgengrauen meinten meine Augen irgend eine Bewegung im Hang erkennen zu können.

„Fuck – ich bin eh so schnell und da ist die nächste Kurve.

Also ab auf die Eisen.

Dumm nur, wenn es geregnet hat und der Boden nass ist.

Schleudern links, Schleudern rechts.

Scheisse, gleich knallts. Okay Elina das wars.

1. Überschlag.

2. Überschlag 

– adios amigos, bis im nächsten Leben – 

3. Überschlag

Stillstand.

Das Auto liegt auf dem Dach. 

Alles ist ruhig.

Hey – ich lebe. Aber ich muss hier raus.

Die Beifahrerseite geht auf. Gott sei dank.“

Und dann ist alles wie im Film.

Ich weiß nicht genau, wie ich’s geschafft hab dort allein rauszukommen.

Aber irgendwann steh ich draußen. 

Mit zitternden Knien, Blut an Armen und Beinen. Aber ich kann stehen.

Sofort kommt ein Mann angefahren und setzt mich in sein Auto.

Sichert zusammen mit lieben Menschen aus meiner Schule die ebenfalls auf dem Weg dahin waren, die Unfallstelle ab, ruft die Polizei.

Der Herzmensch kommt und fährt mich ins Krankenhaus.

Schnittwunden, Prellungen, Schleudertrauma. 

Was ich damit sagen will…

Dieser Morgen hat mich verdammt nochmal wach gerüttelt.

Es gibt so viel wichtigeres als Essen, schlank sein, Sport treiben.

Nämlich LEBEN!

Es kann so verdammt schnell vorbei sein.

Wie ich das überleben konnte, bleibt mir ein Rätsel, wenn ich mir angucke wie zerquetscht das Auto ist..

Ich hatte verdammt nochmal so ein scheiss Glück! 

Klar habe ich Schmerzen, aber ich hätte tot sein können.

Seit gestern Morgen ist mir jedenfalls bewusst, wie schnell man einfach weg sein kann.

Wie schnell alles vorbei sein kann.

Ich bin so dankbar für all die Menschen, die sofort zur Stelle waren und sich so liebevoll um mich kümmern.

Die den ganzen Tag für mich da sind und mir zahlreiche Genesungswünsche schicken.

Ihr wisst gar nicht, wie gut sich das anfühlt.

Auch wenn 5 Autos einfach vorbei gefahren sind, ohne auch nur einmal zu fragen ob man was helfen kann, bin ich froh, dass es doch noch hilfsbereite Leute gibt, die sich sofort um mich und alles weitere gekümmert haben.

Der langen Rede kurzer Sinn:

Lebt euer Leben. Jeden Tag. Schätzt die Menschen, die immer für euch da sind. Trennt euch von dem, was euch nicht glücklich macht. Kämpft für das, was euch etwas bedeutet.

Seid IMMER nett zueinander und geht nie im Streit auseinander.

Jedes Mal könnte das letze sein, an dem ihr euch seht.

Jeder Tag könnte der letzte sein.

   
   

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